Badische Zeitung
vom Mittwoch, 22. Oktober 2003
Trinationale Biotechnologie
Prix Bartholdi verliehen
Der Prix Bartholdi sei ein Preis, der
bestens in die künftige Landschaft
eines deutsch-französischen Eurodistrikts
passe, meint der Freiburger Regierungspräsident
Sven von Ungern-Sternberg. Das klingt
politisch. Doch der Preis, in diesem
Jahr zum dritten Mal verliehen, ist in
erster Linie ein persönliches Anliegen
von Christel Ladwein, Germanistik-Dozentin
an der Universität des Oberelsass
in Colmar, die darin früh Unterstützung
durch den Unternehmer Georg H. Endress
gefunden hat. Denn beide sind dem Bemühen
um enge Nachbarschaft am Oberrhein stark
verpflichtet.
Dieses Jahr ging der nach dem Schöpfer
der Freiheitsstatue benannte Preis erstmals
an ein trinationales Studienangebot,
nämlich Biotechnologie, in dem die
Universitäten Freiburg, Basel, Straßburg
und Karlsruhe zusammenarbeiten. Neben
drei Absolventen, die für ihre französischen
Diplomarbeiten ausgezeichnet wurden,
erhielt in einer Feier in Colmar auch
der frühere Rektor der Straßburger
Akademie, Jean-Paul de Gaudemar, den
Ehrenpreis des Prix Bartholdi für
sein Engagement in der grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit.
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