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Preis für einen grenzüberschreitenden Studiengang 2006 :

Im Jahre 2006 wurde der Prix Bartholdi an die Projektgruppe vergeben, die bereits 1998/99 den deutsch-französischen Studiengang " Grenzüberschreitende Lehramtsstudien" ins Leben gerufen hat. Beteiligt sind an diesem Studiengang auf französischer Seite die Université de Haute Alsace (Mulhouse) und das Institut Universitaire de Formation des Maîtres d'Alsace in Guebwiller und auf deutscher Seite die Pädagogische Hochschule Freiburg und die Staatsseminare Lörrach und Offenburg.

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M. Francois Scherr, représentant la FEFA, M. le Professeur Albert Hamm, Vice-Président de l'Université Franco-Allemande, Sarrebruck, Frau Andrea Wiedemann, Mme Edith Weber, Mme Karin Dietrich-Chénel, Frau Verena Bodenbender, Herr Prof. Dr. Rudolf Denk, Mme Christel Ladwein

Dieser Preis, dotiert mit 3.500 Euro, wurde von der Fondation Entente franco-allemande gestiftet.

Grußwort von Kultusminister Helmut Rau MdL
Ich freue mich sehr, dass im Jahr 2006 der Prix Bartholdi an den deutsch-französischen Studiengang "Grenzüberschreitende Lehrerausbildung" verliehen wird, an dem die Universität des Oberelsass in Mulhouse, das IUFM d'Alsace in Guebwiller, die Pädagogische Hochschule Freiburg sowie die Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschule) Lörrach und Offenburg beteiligt sind.

Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung dieses innovativen Studiengangs, in dem es durch das große Engagement aller Beteiligten in vorbildlicher Weise gelingt, grenzüberschreitend Lehrerinnen und Lehrer auszubilden. Sowohl für die deutschen als auch für die französischen Studierenden werden im Studiengang "Grenzüberschreitende Lehrerausbildung" Perspektiven eröffnet, die ihnen bei einer rein nationalen Ausbildung verschlossen blieben. Ich gratuliere allen beteiligten Institutionen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in besonderer Weise um grenzüberschreitende Zusammenarbeit verdient gemacht haben, und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.

Die grenzüberschreitende Lehrerausbildung: der integrierte Studiengang

Der Integrierte Studiengang oder Cursus Intégré ist ein besonderes Angebot für Studierende, die gerne in einer deutsch-französischen Studiengruppe in Deutschland und Frankreich studieren, später in Baden-Württemberg oder im Elsass arbeiten und sich für das bilinguale Unterrichten qualifizieren möchten. Dieser grenzüberschreitende Studiengang wird in Zusammenarbeit mit der Pädagogi-schen Hochschule Freiburg, der Université de Haute-Alsace Mulhouse, dem Institut U-niversitaire de Formation des Maîtres (IUFM) d'Alsace und den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung (Lörrach, Offenburg) angeboten. Finanziell unterstützt wird der Studiengang von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH).

Verlauf des Integrierten Studiengangs
Im ersten Studienjahr studieren alle Teilnehmer an ihrer Heimathochschule, d.h. entweder an der Pädagogischen Hochschule oder an der Université de Haute-Alsace. Im zweiten Jahr sind alle Studierenden gemeinsam an der Pädagogischen Hochschule, im dritten Jahr an der Université de Haute-Alsace. Die Vorbereitung auf das Staatsexamen findet im Laufe des vierten Studienjahres an der Pädagogischen Hochschule statt.

Auch während der zweiten Phase setzen die Lehramtsanwärter ihre Ausbildung teils in Frankreich, am Institut Universitaire de Formation des Maîtres d'Alsace, teils in Deutschland, an einem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, fort. Die zweite Phase wird dadurch nicht wesentlich verlängert (22 Monate statt 18 Monate Vorbereitungsdienst).

Vor dem Studium im Ausland nehmen die Studierenden an Sprachkursen und an Einführungskursen in das studentische und kulturelle Leben an der Partneruniversität teil.

Schulpraktische Ausbildung
Die für das Studium an der PH obligatorischen Praktika werden von allen Studierenden sowohl an deutschen als auch an französischen Schulen absolviert.

Vom ersten Semester an nehmen die Studierenden an mehreren Schulpraktika teil. Die schulpraktischen Studien dienen der Einführung in die Unterrichtstätigkeit und beziehen sich auf pädagogische, fachliche, didaktische, soziokulturelle und methodische Fragen des Unterrichts.

Es wird zwischen Tagespraktika und Blockpraktika unterschieden:
Die Tagespraktika finden während der Schulzeit jeweils ein Semester lang jeden Mittwochvormittag an Ausbildungsschulen statt und gliedern sich in Unterrichtsvorbesprechung, Unterrichtsbeobachtung und Unterrichtsnachbesprechung mit Ausbildungslehrern und Dozenten. Sie geben eine Einführung in den Schulalltag an Grund- und Hauptschulen. Außerdem werden die Studierenden angeleitet, selbst einzelne Unterrichtsstunden zu halten. Insgesamt werden drei Tagespraktika verlangt.

Die beiden Blockpraktika finden in den vorlesungsfreien Zeiten mit einer Dauer von vier Wochen (B1) und drei Wochen (B2) an Grund- und Hauptschulen unter Anleitung eines Mentors oder eines Ausbildungslehrers statt.

Je ein Tages- und ein Blockpraktikum werden während des Licence-Jahres an französischen Schulen abgeleistet.

Weiter Informationen finden Sie unter : www.ph-freiburg.de/its


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